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gedenkmarsch.de: Jugendverband übernimmt Aktionswoche zum 13. Februar

Erklärung des Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Im kommenden Jahr, zum 70. Jahrestag der Zerstörung unserer Heimatstadt durch alliierte Terrorbomber, steht unser Engagement um die Dresdner Erinnerungskultur bereits im neunten Jahr. Nicht ohne Stolz können wir heute feststellen, dass wir damit nicht nur zu einem festen und bestimmenden Faktor rund um den 13. Februar in Dresden geworden sind, sondern auch zu den wenigen Kampagnen und Initiativen gehören, welche sich über einen langen Zeitraum den hohen Grad an inhaltlicher Auseinandersetzung bewahren konnten. Beispielgebend ist hier vor allem die Aktionswoche 13. Februar, welche seit 2007 den Jahrestag der Bombardierung Dresdens als fester Bestandteil unserer Arbeit begleitet und seitdem weit über die Grenzen Dresdens hinaus strahlt.

Ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden, ungezählte Material- und Finanzmittel – meist aus freiwilligen Spenden einzelner Aktivisten und Unterstützer – sind dabei in die Anstrengungen der vergangen acht Kampagnenjahre geflossen. Die Außenwirkung, welche mit der Vielzahl und dem breiten Spektrum an Aktivitäten erreicht werde konnte, übertrifft die Möglichkeiten des als Höhepunkt in die Aktionswoche eingebetteten Gedenkmarsches um ein Vielfaches und verschafft damit jedem Einzelnen rückblickend die Gewissheit, dass jede geopferte Stunde, jeder einzelne Cent seinen Einsatz um ein mehrfaches Wert war. Dies unterstrichen nicht zuletzt auch die persönlichen Gespräche mit den Dresdnerinnen und Dresdnern, welche sich am Rande unserer Informationsstände und Aktionen immer wieder entwickelten.

Hat sich so in den vergangenen Jahren die Wichtigkeit und Richtigkeit unseres Handelns eindrucksvoll manifestiert, so stieg in gleicher Weise die Schärfe der Auseinandersetzung um die Deutungshoheit Dresdner, letztendlich gesamtdeutscher Erinnerungskultur. Mit immer schärferen Auflagen, immer drastischeren Medienberichten, zuletzt mit einem sich immer deutlicher abzeichnenden Schulterschluss zwischen Stadtverwaltung und kriminellen Gewalttätern soll versucht werden, unser Anliegen eines aufrechten und ehrenhaften Gedenkens an Dresdens Luftkriegstote unmöglich zu machen. Folge dieser Auseinandersetzung ist nicht zuletzt eine Vielzahl an Rechtsstreitigkeiten, welche von uns auch aktuell vor den Gerichten geführt werden. So zum Beispiel gegen die Verkürzung der Marschroute im Jahr 2012 oder die Untätigkeit der Polizei gegen schwerste Straftaten im Jahr 2013.

Diese Auseinandersetzung wird sich in den kommenden Monaten und Jahren noch merklich zuspitzen. Im Sinne unseres eigenen Wirkens, besonders aber auch im Interesse all unserer Veranstaltungsteilnehmer und Unterstützer, wollen wir daher den Fokus unserer Arbeit zukünftig noch stärker auf den 13. Februar und die damit verbundenen Aufgaben richten. Dies bedeutet gleichsam aber auch, dass eine umfassende Betreuung der Aktionswoche nicht mehr in gewohntem Maße durch uns selbst bewerkstelligt werden kann, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war.

Daher hat das Aktionsbündnis gegen das Vergessen die Verantwortung für die Aktionswoche 13. Februar mit dem heutigen Tage an den Landesverband der JN übertragen. Dieser schwierigen Entscheidung liegt ein langer interner Diskussionsprozess zugrunde, an dessen Ende die Gewissheit steht, diese unumgängliche Entscheidung der bestmöglichen Lösung zugeführt zu haben. Mit einem festen Stamm an jungen und aktivistischen Mitgliedern und einer in Sachsen bewährten Organisationsstruktur, sehen wir den Jugendverband als derzeit am besten geeigneten Partner an, um die Erfolgsgeschichte der den 13. Februar begleitenden Aktionswoche auch zukünftig fortzuschreiben. Im Gegenzug verpflichtet sich die JN, dem selbst gestellten Anspruch des Aktionsbündnisses folgend, auf eine politische Vereinnahmung der Luftkriegsopfer unserer Stadt zu verzichten. Für diese neue und umfangreiche Aufgabe wünschen wir den Aktivisten alles erdenklich Gute, sowie das nötige Stehvermögen!

Aktionsbündnis gdV

Dresden, 23.06.2014

Alles rund um den 13. Februar hier.

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Nachbetrachtung Aktionswoche 13. Februar und gemeinsame Erklärung

Aktionswoche 13.Februar

Zum vierten Mal wurde mobil gemacht für die „Aktionswoche 13.Februar“. Mit Hilfe der in Zusammenarbeit mit der „Initiative gegen das Vergessen“ aus Magdeburg neu gestalteten Netzseite hieß es nun erneut möglichst viele Aktionsgruppen zu kreativen Aktionen in Erinnerung an das Kriegsverbrechen von Dresden zu animieren. Eine entsprechende Resonanz blieb auch in diesem Jahr nicht aus und dank guter Vorarbeit überstieg die Anzahl der gemeldeten Aktion bei weitem die der vergangenen Jahre. Bis zum offiziellen Ende der Aktionswoche am 14.02.2010 wurden mehr als 35 Aktionen unter anderem Aktionen aus Ulm, Zittau, Wurzen, Berlin, Guben, Potsdam, Jena, Strassfurt, Münster, Radeberg, Cottbus, Freiberg, Duisburg, Erfurt, Ludwigshafen, Kamenz, Saarlouis und Amberg gemeldet. Zum ersten Mal weckte die Arbeit des Aktionsbündnis das Interesse auch ausländischer Medien. So führten Journalisten des belgischen Senders RTBF bereits zu Beginn der „Aktionswoche 13.Februar“ ein Interview mit Vertretern des Aktionsbündnis, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Fragestellungen jederzeit sachlich und fair waren und nicht versucht wurde durch provokante oder beleidigende Fragestellungen bestimmte Antworten zu provozieren. Weiter verfolgte das Fernsehteam auch die Auftaktaktion am Montag, den 08.Februar 2010, auf dem Altmarkt im Dresdner Stadtzentrum.

Die für den Zeitraum der Aktionswoche von der gewaltbereiten Linken angekündigten Übergriffe blieben aus. Damit konnte zumindest im Raum Dresden die „Aktionswoche 13.Februar“ auch 2010 ohne Störungen durchgeführt werden. Auch von auswärtigen Aktionsgruppen liegen keine Meldungen zu etwaigen Angriffen vor. Obwohl rückblickend eine deutliche Steigerung der Aktivitäten zu verzeichnen ist, gilt es die Arbeit weiter zu professionalisieren und voran zu treiben sowie bestehende Mängel abzustellen. An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank all jenen, welche die Arbeit des Aktionsbündnis in jeder erdenklichen Form unterstützen. Angefangen bei Sach- und Geldspenden, weiter über die kreativen Köpfe und Verwalter der Netzseiten die abermals eine tagesaktuelle Dokumentation der Ereignisse ermöglichten, bis hin zu den vielen Aktionsgruppen welche mit ihren Aktionen auch in diesem Jahr zum Gelingen der „Aktionswoche 13.Februar“ beigetragen haben.

13.Februar

Bereits im vergangenen Jahr kündigte das Aktionsbündnis seine Bereitschaft zu einer Kooperation an, indem man sich für zielorientierte Gespräche offen zeigte. Damals im Strom der Ereignisse untergegangen, nicht gewollt oder für nötig befunden, haben die Ereignisse vom 13.Februar 2010 mehr als deutlich aufgezeigt, das eine ernsthafte Unterstützung auf gleicher Augenhöhe für die Ausrichtung einer Großveranstaltung dringend erforderlich ist. Diesbezüglich veröffentlichen Aktionsbündnis und JLO nachfolgende gemeinsame Erklärung. Davon unberührt bleibt der Einsatz aller am und im Aktionsbündnis Beteiligten für ein ehrenhaftes Gedenken am 13.Februar und die Rückkehr zu einer gesunden Erinnerungskultur.

Gemeinsame Erklärung

1994 thematisierte die JLO erstmals den „13. Februar“ und die damit verbundene Zerstörung Dresdens, um auf den alliierten Massenmord hinzuweisen.

„1000 Schritte für Dresden“ hieß die damalige Aktion, aus der Ende der 90er Jahre der JLO-Trauermarsch wurde. Im Verlauf der letzten 12 Jahre gelang es, in Dresden die größte nationale Veranstaltung zu etablieren. 2009 war der bisherige Höhepunkt erreicht, als über 7000 Menschen vom Hauptbahnhof aus in Richtung Dresdner Innenstadt zogen. Die Radikalinskis vom „linken Ufer“ wurden durch die Polizei sauber von unserer Veranstaltung ferngehalten, Blockadeversuche im Keime erstickt. Durch unsere eigene Ästhetik und Disziplin wurden wir so auch für den Dresdner „Normalbürger“ immer interessanter. Er sah ja auch eindeutig, von wem die Gewalt ausging. Randalierende Horden, die auf Dresdens Straßen bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen inszenieren, sind nun mal nicht jedermanns Geschmack. Dies spiegelte sich auch in den Gerichtsurteilen wider, die der Versammlungsbehörde Dresdens auch wärmstens empfahlen, linke Demonstrationen, von denen erwartungsgemäß die Gewalt ausgeht, zu verbieten bzw. mit polizeilichen Maßnahmen im Vorfeld klein zuhalten.

Wie wir alle am 13. Februar 2010 erfahren durften, gelten in Dresden augenscheinlich weder Recht noch Gesetz. Der Staat hat sich an diesem Tag selbst demaskiert und demontiert. Er brach sein eigenes Grundgesetz und führte bundesrepublikanische Gerichte ad absurdum!

Um unsere Erfahrungen vom 13. Februar 2010 aufzuarbeiten, setzten wir uns in Dresden mit verschiedenen Gruppen zusammen an einen Tisch. Dabei wurden Stärken und Schwächen der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der diesjährigen Veranstaltung analysiert. Hierbei wurde auch erkannt, daß vor allem durch gegenläufige Einschätzungen am 13. Februar 2010 der Ablauf teilweise nicht mehr selbst bestimmt werden konnte. Jedoch sind wir uns alle einig, daß der Angriff der Polizeiverantwortlichen, Hand in Hand mit antideutschen Kräften, nicht allein gegen die Veranstaltung der JLO gerichtet war, sondern gegen die Freiheitsrechte aller Deutschen. Aus diesem Grund ist es kontraproduktiv, mit dem Finger auf Einzelne zu zeigen, sondern hier und jetzt gilt es, gemeinsam unsere Rechte und Freiheiten zu erkämpfen. Auf Anregung verschiedener Anwesender wurde beschlossen, einen Arbeitskreis zu bilden, der sich ausschließlich mit der Vorbereitung und Planung der Gedenkveranstaltung 2011 befaßt. So gelang es der JLO, starke Partner zu gewinnen, die ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen, damit uns das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand genommen werden kann. Eine enge Zusammenarbeit gibt es vor allem verstärkt mit dem „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ den JN in Sachsen, mehreren Rechtsanwälten sowie verschiedenen freien Gruppierungen. Nähere Informationen zum Gedenkmarsch im Jahre 2011 werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Hauptaugenmerk des Arbeitskreises wird es vor allem sein, Strategien zu prüfen und zu entwickeln, die eine Verhinderung der Gedenkveranstaltung in Dresden unterbindet. Es wurde eine starke Allianz geschmiedet, deren Parole für 2011 lautet: „Jetzt erst recht! Dresden, wir sind bereit!“

Dresden, im Februar 2010

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Aktuelle Meldungen zur „Aktionswoche 13.Februar“ – ergänzt –

Nachfolgend wird der Verlauf der diesjährigen „Aktionswoche 13.Februar“ dokumentiert. Es wird darum gebeten, Aktionsberichte sowie Bild- und Filmmaterial an die Redaktion des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ zu senden. Ständig aktualisierte Meldungen über Aktionen im Rahmen der „Aktionswoche 13.Februar“ sind unter: www.gedenkmarsch.de einzusehen.

Sonntag 14.Februar 2010

Dresden: Kranzniederlegung

Mit dem Niederlegen eines Gesteckes endete heute, am 14.02.2010, die 4. „Aktionswoche 13.Februar“. Mit zahlreichen Aktionen haben auch in diesem Jahr bundesweit unzählige Aktivistengruppen auf das Kriegsverbrechen von Dresden aufmerksam gemacht und so die Erinnerung an die Toten unseres Volkes wachgehalten. Das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ bedankt sich bei allen Freunden und Unterstützern für ihr Engagament. Eine entsprechende Nachbereitung folgt in den nächsten Tagen.

Uns sind aus alten Zeiten Wunder viel bekannt,
eins erzählt uns von der Stadt am Elbestrand.

Von anmutender Schönheit und herrlicher Zier,
erinnern wir uns an Dresden – heute und hier.

Der frohen Feste Klang,
kommt zu den Menschen die Elbe entlang.

Hamburg und Dresden im Elbeland,
sie blieben nicht verschont von der Mörderhand.

Über Deutschland bricht die Nacht herein,
hell lodernd in flammendem Feuerschein.

Vom Weinen und vom Klagen, von tausendfachem Feuertod,
hört ihr der Dresdner Wehklagen – in ihrer größten Not.

Sonnabend – 13.Februar 2010

Kein Gedenken in Dresden – Großveranstaltung verhindert

Die für heute angemeldete und durch das Oberverwaltungsgericht Bautzen bestätigte Großveranstaltung konnte nicht wie geplant stattfinden. Bereits am Vormittag hatten tausende Gegendemonstranten, darunter neben gewaltbereiten Antifaschisten auch bekannte Landes- und Regionalpolitiker, verschiedene Bereiche um den Treffpunkt am Bahnhof Neustadt blockiert.

Lediglich eine Kundgebung konnte stattfinden, welche aufgrund der teils chaotischen Zustände leider ein wenig unterging. Unter anderem sprachen Vertreter der JLO, der bekannte Liedermacher Frank Rennicke, Sebastian Richter vom JN-Bundesvorstand oder auch Andreas Biere von der „Initiative gegen das Vergessen“ aus Magdeburg. Dieser lobte noch einmal das Engagement des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ aus Dresden mitsamt all seinen Unterstützern, welche bereits die ganze Woche über mit kreativen Aktionen an den 13.Februar 1945 erinnerten. Die Kundgebung wurde, trotzdem eine ausweglose Situation sich schon seit Stunden abzeichnete, bis zum Ablaufen der offiziellen Anmeldung um 17 Uhr durchgeführt.

Zuvor konnten rund 2000 Kameraden aus Dresden-Wilder Mann zum Treffpunkt marschieren, nachdem man dort etliche anreisende Busse zusammengezogen hatte. Andere Kameraden erreichten den Versammlungsort nicht, oder steckten stundenlang fest. So zum Beispiel auch eine Gruppe von rund 500 Teilnehmern welcher erst nach einem Ausbruchsversuch einen Zug nach Dresden Neustadt bereitgestellt wurde. Auch gab es mehrere Übergriffe auf Gruppen anreisender Demonstrationsteilnehmer sowie beschädigte Fahrzeuge, auch ausländischer Gäste.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Freitag 12.Februar 2010

Dresden: Zeitzeugen berichten

Mit einer von rund 100 Teilnehmern besuchten Saalveranstaltung fand die „Aktionswoche 13.Februar“ heute ihre Fortsetzung. Nachdem mit einem klassischen Musikstück, zu welchem Bilder vom zerstörten Dresden gezeigt wurden, die Veranstaltung eingeleitet wurde, eröffnete Jens Phüse mit einer kurzen Ansprache das Programm. Nach ihm kamen mehrere Zeitzeugen zu Wort, welche eindrucksvoll und emotional ein Bild der historischen Ereignisse zeichneten. Wohl keiner unter den Anwesenden wird bei den Worten der Erlebnisgeneration unberührt geblieben sein. Weiter führten der Sohn einer Zeitzeugin, sowie ein Sprecher des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ durch das Programm. Das Aktionsbündnis selbst gab hierbei noch einmal einen kurzen Überblick zu seinem Wirken seit 2007. Beendet wurde die Veranstaltung mit einer Ballade Gerd Honsiks, vorgetragen von Edda Schmidt.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Guben: Holzkreuze

An Ampelkreuzungen und entlang der Hauptstrassen standen Holzkreuze mit der Aufschrift „1945 Dresden“ zur Erinnerung an das Massengrab von Dresden.

Potsdam: deutsche Mauerparolen

Vor 65 Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, wurde der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen. Aus diesem Grund machten wir uns in den frühen Morgenstunden des 12. Februars auf den Weg um an einer einsamen Mauer entlang der Bundesstraße 2 einen ca. 30 Meter langen Schriftzug zu malen, so dass die Pendler die dort entlang fahren an das Verbrechen von Dresden erinnert werden. Denn nur die Wenigsten sind hinreichend oder viele sogar mit Absicht falsch über die Geschehnisse in Dresden informiert. Nun ist groß und unübersehbar „13/14. 2. 1945 Dresden Massenmörder sind keine Befreier!“ auf der Mauer zu lesen.

Südbrandenburg: In das Gedächtnis unseres Volkes geschrieben

„Wie viele starben? Wer kennt die Zahl? / An Deinen Wunden sieht man die Qual / Der Namenslosen die hier verbrannt / Im Höllenfeuer aus Menschenhand.“ Der Schriftzug wurde im Rahmen der Aktionswoche „13. Februar“ im Süden Brandenburgs aus ca. 1800 Kerzen gelegt und aus einer Höhe von 60 Metern fotografiert.

Berlin: Schnipsel und Transparente

Am heutigen Tage reihte sich eine weitere Schnipselaktion zur Dresden Aktionswoche in Berlin ein. Diesmal wurde das „Forum Köpenick“ im Südosten Berlins ausgewählt. Mit den zurecht geschnittenen Papier bewaffnet ging es einmal rund im Karree des ersten Obergeschosses. Da der Konsumtempel zu dieser Zeit wie üblich schon sehr gefüllt war, war dies eine willkommene Abwechslung zum „Freitagskaufrausch“. Von jung bis alt, von Ver- und Einkäufer wurden die herunter rieselnden Papierstücke aufgehoben und interessiert durchgelesen. Als nach der Aktion ein Aktivist durch das Forum lief und immer noch die Schnipsel auf dem Boden lagen, hörte dieser an jeder Ecke, bei fast jedem Vorbeigehenden, ja sogar in Geschäften das Wort Dresden im Mund.

Um die Bevölkerung von Berlin-Hellersdorf darauf aufmerksam zu machen, dass wir uns während der derzeitigen Aktionswoche im Gedenken an die unzähligen Opfer des Bombenterrors auf Dresden befinden, wurde heute von Aktivisten ein 15m x 3m großes Transparent an einem Hochhaus nahe dem Cottbusser Platz gehangen.

 

Donnerstag 11.Februar 2010

Dresden: 1000 Lichter für Dresden

Fast schon zum Synonym fü die Aktionswoche geworden sind die 1000 Lichter für Dresden. Die Aktion, welche die Auseinandersetzung mit dem Thema nach Innen als auch nach Außen in sich vereint, ist für viele Unterstützer die Aktion schlechthin innerhalb der ereignisreichen Woche. So fanden sich in diesem Jahr über 100 junge und alte Menschen an der Elbe zusammen um die Kerzen, symbolisch für die Seelen der Opfer von Dresden, dem Fluss zu übergeben. Auch etliche auswärtige Unterstützer, welche bereits in Dresden verweilen, nahmen an der Aktion teil. Der Veranstaltung vorausgegangen war ein kurzes Treffen mit Vertretern aus Norwegen, welche zum Zweck einer Dokumentation ein Interview mit einem Vertreter des Aktionsbündnis gegen das Vergessen führten. Auch die Norweger begleiteten die diesjährigen 1000 Lichter für Dresden. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Dafür machte die Strömung des Flusses, mehr als in den vergangenen Jahren, die Aktion ein wenig beschwerlich. Eine Tatsache die im nächsten Jahr sicher ihre Beachtung finden wird.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Guben: Transparentaktion

In den frühen Morgenstunden wurden Transparente an drei verschieden Hauptstrassen angebracht, so dass die Berufspendler, die aus oder nach Guben zur Arbeit fahren müssen an ihnen vorbei fuhren und an das Verbrechen von Dresden erinnert wurden.

Berlin: Schnipsel statt Schneefall

Am Donnerstag, den 11.02.2010 kam es in zwei Berliner Konsumtempeln zu sogenannten Schnipselaktionen zum Thema Dresden. Bei den Centern handelte es sich um das „Alexa“ in Berlin-Mitte und das „Ring Center“ in Berlin-Friedrichshain. Bei beiden Aktionen erzielten die herunter rieselnden Schnipsel große Aufmerksamkeit. So gab es kaum einen Passanten, der sie nicht aufhob oder sogar versuchte zu fangen.

Jena: Transparentaktion

Am vorletzten Tag der Aktionswoche verwandelten sich mehrere Strohballen in ein riesiges Werbeplakat für den Dresdner Trauermarsch und auch an einigen Autobahnbrücken wurden themenbezogene Transparente aufgehängt, um auf den Marsch aufmerksam zu machen.

Cottbus: Ein Licht für Dresden

Auch in Cottbus machten sich am gestrigen Abend eine handvoll Widerstandskämpfer auf den Weg um ein Zeichen für die Toten von Dresden vor der Cottbuser Stadthalle zu setzen. So wurden Bilder der zerstörten Stadt direkt davor aufgestellt und zudem einige Kerzen entzündet. Der eine oder andere vorbeigehende Volksgenosse schaute mit nachdenkenden Blicken auf dieses Geschehen.

Freiberg: Schnipselaktion und Transparente

Auch in der sächsischen Bergstadt machten Aktivisten auf den 65. Jahrstag der Zerstörung Dresdens aufmerksam. Mit dem Abwurf mehrere tausend Flugschnipsel und dem Anbringen mehrerer themenbezogener transparente leistete so auch die Freiberger Jugend ihren Beitrag zur „Aktionswoche 13.Februar“.

Baden-Würtemberg: Fackelschein in der Nacht

Für Autofahrer einer uns noch unbekannten Autobahn, bot sich in der vergangenen Nacht in Baden-Württemberg ein recht beeindruckendes Schauspiel. So ist uns von Nationalisten aus der Region mitgeteilt worden, dass diese in der vergangenen Nacht mit Fackeln, die den Schriftzug „Dresden“ bildeten, an den Bombenholocaust von vor 65 Jahren auf die Elbflorenz erinnerten. Außerdem seien an umliegenden Autobahnbrücken noch Transparenten angebracht worden.

 

Mittwoch 10.Februar 2010

Dresden: Wieviele starben – wer kennt die Zahl?

Nachdem es bereits am Montag zu einer Aktion im historischen Zentrum der Elbestadt gekommen war, versammelten sich auch am Mittwoch mehr als 40 Menschen im Herzen der Stadt, um auf dem Dresdner Neumarkt, an die Ereignisse vor 65 Jahren zu erinnern. Im Mittelpunkt dieser Aktion stand vor Allem die Auseinandersetzung mit dem Herunterrechnen der Opferzahlen durch eine städtisch finanzierte und eingesetzte Historikerkommission. So stand die Aktion auch ganz im Motto der Worte des schlesischen Dichters Gerhart Hauptmann, welche auf dem Gedenkstein der Luftkriegsopfer auf dem Dresdner Heidefriedhof in Stein gemeißelt sind: „Wieviele starben: Wer kennt die Zahl? An Deinen Wunden sieht man die Qual der Namenlosen die hier verbrannt im Höllenfeuer aus Menschenhand.“

Direkt vor dem Denkmal Martin Luthers wurde Aufstellung bezogen. Aus mehreren Holzkreuzen wurde ein großes geformt, kleine Lichter entzündet. Davor postierten sich die altbekannten Skelette, während Mädel die mitgebrachten Flugblätter an Passanten verteilten. Wie bereits die Aktion am Montag, weckte auch die heutige das Interesse der im Alltagstrott vorbeieilenden Menschen, welche einen Augenblick verweilten, Fotos schossen und sich mit Informationsmaterial versorgten. Eine halbe Stunde verlief alles störungsfrei, bis einige herbeigeeilten Polizeibeamten sich genötigt sahen, ihre eigenen Gesetze zu machen und einen Verantwortlichen für die Flugblattverteilung zu fordern. Doch die die Androhung exekutiver Maßnahmen bei Nichtauffinden des vermeintlich Verantwortlichen brachten niemanden aus der Ruhe. So wurden die Holzkreuze und Kerzen aufgenommen und sich langsam vom Ort des Geschehens entfernt.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Duisburg: Plakataktionen

Dienstag Nacht verklebten unbekannte Aktivisten im Duisburger Stadtteil Meiderich mehrere dutzend Plakate für den am 13. Februar in Dresden stattfindenden Trauermarsch anlässlich des Bomben-Holocausts auf die deutsche Bevölkerung. Im Rahmen der Aktionswochen „13. Februar“ wurden in der Meidericher Innenstadt mehreren dutzend Plakate verhängt. Mit dieser und weiteren Aktionen wollten die Aktivisten auf den Bombenterror alliierter Kriegstreiber in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges hinweisen.

Erfurt: Ein Licht für Dresden

Am Mittwoch (10.02.2010) versammelten sich einige nationale Aktivisten des AB Erfurt, um auf den Domstufen des bekannten Erfurter Wahrzeichens, Kerzen zur Erinnerung des Bombenholocaust am 13./14. Februar in Dresden zu entzünden. Die einzelnen Kerzen stellte man so zusammen, das sie von weitem betrachtet aussahen wie eine große Kerze, und in so manch nächtlichen Spaziergänger die Neugier wach rief. Am ersten Absatz der Domstufen breitete man ein Transparent mit dem Text: „Ein Licht für Dresden“ aus.

Guben: Ein Licht für Dresden

Am 10.02. trafen sich Widerstandskämpfer in Guben, um ein Licht für Dresden zu setzen. Da die Neiße auf viele 100 Meter zugefroren war, musste auf den Nebenfluss, die Egelneiße, ausgewichen werden, um die Lichter dem Fluss zu übergeben.

Ludwigshafen: Plakataktion

Am 13.Februar dieses Jahres jährt sich zum 65. mal die Bombadierung und fast völlige Zerstörung der Stadt Dresden! Der Angriff auf Dresden betrifft nicht nur unsere Landsleute vor Ort, der Massenmord in Dresden steht stellvertretend für die alliierten Grausamkeiten am gesamten Deutschen Volk!

Dieses Verbrechen nahmen sich Nationale Sozialisten aus der Vorderpfalz zum Anlass, um die Bürger in ihrer Region über die Bombadierung Dresdens zu informieren und den Mantel des Schweigens und Vergessens der 250.000 deutschen Opfer des Feuersturms von Dresden zu zerschlagen.

Es wurden in den vorderpfälzischen Gemeinden Limburgerhof und Neuhofen sowie im Ludwigshafener Stadtteil Rheingönheim Plakate zur Erinnerung an den Bombenholocaust von Dresden angebracht. Bevorzugte Plätze bildeten hier öffentliche Orte, so dass viele Arbeiter am Mittwoch morgen sich auf dem Weg zur Arbeit über das damals geschehene Verbrechen informieren konnten!

Jena: deutsche Mauerparolen

Am Mittwoch konnte der aufmerksame Zugfahrer mehrere große Schriftzüge am Rande der Gleise des Jenaer Umlandes beobachten, welche auf den Trauermarsch hinwiesen.

Kamenz: Vortragsveranstaltung

In Kamenz führten junge Aktivisten im Rahmen der „Aktionswoche 13.Februar“ eine Vortragsveranstaltung durch. Als Gast durfte ein Sprecher des Aktionsbündnis begrüßt werden, welche anhand einer Präsentation noch einmal auf das Wirken des Bündnisses seit dessen Bestehen einging. Zuvor schauten man sich im Kreis der Gemeinschaft die Dokumentation der Volksfront-Medien zu Dresden 1945 an.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurden gemeinschaftlich Holzkreuze hergestellt, welche dann am Kreisverkehr von Kamenz aufgestellt wurden, um an die Tragödie von Dresden vor 65 Jahren aufmerksam zu machen.

 

Dienstag 09.Februar 2010

Dresden: Volksaufklärung

Wie bereits gestern in Berlin, fand heute auch in Dresden eine Aktion im Rahmen der Volksaufklärung statt. So trafen sich in den frühen Abendstunden mehr als ein Dutzend junge Menschen. „Bewaffnet“ mit mehreren tausend Flugblättern begab man sich, aufgeteilt in drei Gruppen, in die Innenstadt und verteilte das Infomaterial. Besonders im Blickpunkt dieser Aktion standen die Gebiete um den Hauptbahnhof, Postplatz und neue Synagoge. Also jene Teile des Dresdner Stadtzentrums, deren Bewohner sich Jahr um Jahr mit den Ereignissen um den 13.Februar, ganz besonders jedoch mit der in Zeitnähe zum historischen Datum stattfindenden Großveranstaltung konfrontiert sehen. Dank der vielen helfenden Hände, welche auch am zweiten Tag der Aktionswoche tatkräftig anpackten konnte auch die Aktion „Volksaufklärung“ nach etwas mehr als einer Stunde störungsfrei abgeschlossen werden.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Erfurt: Volksaufklärung

Damit das Jahrhundertverbrechen von Dresden 1945 niemals in Vergessenheit gerät, befestigten am Montag (08.02.2010) nationale Aktivisten des AB Erfurt im Rahmen der „Aktionswoche 13. Februar“, themenbezogene Transparente an Autobahnbrücken in unserer Stadt.

Guben: Volksaufklärung

Auch in Guben beteiligen sich Aktivisten seit Jahren an der „Aktionswoche 13.Februar“. So auch in diesem Jahr. Als Auftakt der Aktionen in und um Guben wurden 5000 Flugblätter des Aktionsbündnis an die Haushalte der Stadt verteilt.

Saarlouis: Plakataktion

Im Laufe dieser Woche, verklebten unbekannte Aktivisten im Raum Völklingen und Saarlouis mehrere dutzend Plakate. Im Rahmen der Aktionswoche „13.Februar“ wollten die Aktivisten mit dieser Aktion auf den Bombenterror alliierter Kriegstreiber in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges hinweisen.

Jena: Plakataktion

Der zweite Tag der Woche wurde dazu genutzt, den linken Hetzplakaten „Dresden Nazifrei“, die rechtlich bereits Tage zuvor der Staatsanwaltschaft zum Opfer gefallen waren, fachgerecht zu entfernen. Eigene Plakate mit wesentlich höherer Lebensdauer wurden dafür verteilt.

Montag 08.Februar 2010

Dresden: Wo man die Toten mit Füßen tritt

Mit einer Aktion auf dem Dresdner Altmarkt wurde die „Aktionswoche 13.Februar 2010“ heute, am 08.Februar, eröffnet. Dort, wo nach den Angriffen vom 13./14. Februar 1945 fast 7000 Tote des Bombardements verbrannt wurden, werden diese Opfer heute sprichwörtlich mit Füßen getreten. Ein Schriftzug am Eingang zur Tiefgarage, eine Markierung auf dem Straßenpflaster ist alles, was heute an die unendlichen Leiden der Menschen erinnert. Zu jeder Gelegenheit stehen, sitzen, laufen, tanzen heute Menschen aller Altersklassen, Einheimische und Touristen an und über diese Stelle, ungeachtet dessen welche Tragödien, welche Schicksale sich hier in jenen Tagen im Februar 1945 abgespielt haben.

Um der Forderung nach einem Mahnmal für die Toten von Dresden auch im vierten Jahr der Aktionswoche erneut Ausdruck zu verleihen bezog man auch 2010 wieder Position. Mehr als 40 Teilnehmer trafen sich kurz nach 17 Uhr und nahmen an besagter Stelle Aufstellung. Die mitgebrachten Transparente wurden ausgerollt und die schon lang bewährten Kostüme übergestreift. Mädel verteilten Flugblätter an Passanten und wie schon in den vergangenen Jahren ergaben sich nach nur kurzer Zeit die ersten Gespräche mit Passanten. Während die Jugend teils verwundert, teils desinteressiert Anteil am Geschehen nimmt, sind es vor allem die älteren Menschen welche sich für das Treiben im Herzen der Stadt interessieren. So unter anderem ein älterer Herr. Er erzählte von der Flucht seiner Familie nach Strahlsund und wie er kurz nach Kriegsende in die sächsische Elbestadt kam. Er unterstrich die Sinnlosigkeit der Zerstörung Dresdens und bekundete seine Freude darüber, dass zumindest ein Teil der Jugend immer noch das Gedenken an die Toten unseres Volkes wach hält. Einer von vielen Momenten in den vergangenen Jahren, welche immer wieder die Wichtigkeit unseres Handelns unter Beweis stellen.

Die Arbeit des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ ist inzwischen weit über die Grenzen Sachsens und Deutschlands bekannt. So begleitete heute ein Fernsehteam des belgischen Senders RTBF das Geschehen. Schon einige Stunden zuvor trafen sich Vertreter des Aktionsbündnis mit den Journalisten, welche sich vor allem für die Arbeit und die Intentionen, welche die Aktivisten zu ihrem Engagement bewegen, interessierten. Beendet wurde die Aktion, welche ohne Störungen verlief, nach einer guten dreiviertel Stunde.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Berlin: Volksaufklärung

Am Montag den 08.02. verteilten Berliner Widerstandskämpfer an verschieden Lichtenberger Bahnhöfen Flugblätter. In diesen wurde auf die Geschehnisse in Dresden vor 65 Jahren hingewiesen. Weiterhin enthielten die Flugblätter geschichtliche Fakten, die im BRD Geschichtsbild absichtlich vertuscht werden, um das deutsche Volk in die ewige Täterrolle zu drängen und eine wirkliche Aufarbeitung der Geschichte verhindert. Verteilt wurde an den Bahnhöfen Friedrichsfelde Ost, Karlshorst und Tierpark. Am Bahnhof Karlshorst rief ein mutiger Linksextremist dann auch sofort die Gedankenpolizei auf den Plan, mit den Worten: „Kommen sie schnell, hier wird für einen Neonazi Aufmarsch geworben“. Die Aktion konnte allerdings ohne Probleme am nächsten Bahnhof zu Ende geführt werden. Dort am Bahnhof Tierpark, gab es dann doch noch Linke, die sich mit uns unterhielten und so konnten wir einige Vorurteile beseitigen und vielleicht sogar zu einem gewissen Denkprozess anregen. Als die Gedankenpolizei den Ortswechsel bemerkte, war es wieder zu spät. Die Widerstandskämpfer waren verschwunden…

Erfurt: Transparentaktionen

Am Dienstag (09.02.2010) verteilten Aktivisten des AB Erfurt Themenflugblätter des Aktionsbündnis gegen das Vergessen vor dem Erfurter Rathaus. Etwa 1000 Flugblätter wurden zeitgleich in der Erfurter Stadtmitte an Haushalte verteilt, um die Bürger über das verächtliche Korrigieren der Anzahl der Todesopfer vom 13./14. Februar in Dresden, durch etablierte Politiker zu informieren. Eine so genannte „Historikerkommission“ wurde von den Dresdener Stadtoberen eingesetzt und finanziert, um die Geschichte nachträglich im parteipolitischen Interesse zu ändern und die Opferzahlen auf lediglich 35.000 nach unten zu korrigieren.

Amberg: Volksaufklärung

Auch 65 Jahre nach Ende des Krieges gibt es noch Deutsche in unserem Land, welche sich nicht der einseitigen Geschichtsschreibung der BRD unterwerfen. So machten sich am Montag den 8. Februar junge Deutsche auf den Weg, um an mehreren Orten in Amberg rund 600 Flugblätter zu verteilen. In vielen Gesprächen konnte man den Bürger darüber aufklären, aus welcher politischen Richtung heute der Wind in diesem Land weht. Wir werden es nicht zulassen, dass man heute zwischen „guten“ und „schlechten“ Opfern unterscheidet. Wir sind kein Tätervolk, wir glauben schon lange nicht mehr die alliierten Geschichtslügen, welche man dem deutschen Michel Tag und Nacht in den Medien um die Ohren haut!

Jena: Propagandaaktion

Am Montag machten sich mehrere Aktivisten in Jena und Umgebung auf, um mehrere Tausend Aufkleber zu verteilen. Unterwegs begegnete den Aktivisten so mancher Kritiker am Inhalt und Sinn dieser Aktionen. Durch intensive Gespräche und Aufklärung über die tatsächlichen Umstände konnte jedoch durchaus der ein oder andere Erfolg verzeichnet werden.

Aktionsbündnis gdV: Wenn Wahrheit sanktioniert wird – bundesdeutsche Realitäten

Im Rahmen einer schulischen Projektwoche zum Thema Dresden und 13.Februar 1945 hatte eine 16-jährige junge Frau einen Vortrag ausgearbeitet. Die Themenbereiche, in welche sie das objektive Referat gegliedert hatte lauteten: Bombardierung der Stadt vom 13.02. bis 15.02.1945, Fakten zu Dresdens militärischer Bedeutung, Zerstörungsmuster und der Umgang mit der Zerstörung Dresdens heute. Ein kurzer Überblick über die entsprechende Ausarbeitung, in deren Folge die im Jahr 2010 real existierenden Deformierungen im Umgang mit den Opfern des eigenen Volkes deutlich werden, soll nachfolgend auszugsweise widergegeben werden.

Es war der Februar 1945, das 6. Kriegsjahr. Überall tobten die Schlachten, die Truppen des Deutschen Reiches standen in heftigsten Abwehrschlachten gegen die sowjetischen Fronten. Jeden Tag starben Tausende von Vätern, Ehemännern und Söhnen als Soldaten im Kampf oder in Gefangenenlagern. Millionen von Zivilisten aus Pommern, Schlesien, Posen (ostpreußische Gebiete) flüchteten mit oft nicht mehr als ihren Kleidern am Leib aus den bedrohten Gebieten. Doch wo sollten sie hin? Tausende von Deutschen Dörfern, Klein- und Großstädten, wurden von den heutigen Befreiern Tag und Nacht bombardiert, sowjetische Panzertruppen walzten Hunderte und Tausende von Flüchtlingen nieder, getrieben von grenzenlosem Hass. Städte wie Schweinfurt, Hamburg, Köln und Berlin waren hoffnungslos überfüllt und zudem stark beschädigt.

Bis Februar war die Landeshauptstadt Sachsens ein bis dahin halbwegs sicherer Zufluchtsort und Standpunkt von zahllosen Sammelpunkten deutscher Sanitätsanlagen, die Tausenden von verwundeten Soldaten, traumatisierten und geschändeten Zivilisten Schutz und Zuflucht boten. Wichtige militärische Anlagen die für den Krieg maßgeblich entscheidend waren, gab es in Dresden kaum. Am 13.02.1945 (einem Dienstag) kamen amerikanische Bomberflotten, begleitet von Jagdbombern, die allein dafür gebaut wurden aus großen Höhen herabzustürzen, um Bunker und Panzerstellungen anzugreifen. Doch diesmal sollten sie einmal mehr beweisen, wozu sie noch imstande waren.

Bomber warfen Zielmarkierungen über Dresden ab und beleuchteten Dresden taghell. Dann warfen die Befreier ihre Bomben ab, vernichteten bis zum 15.02.1945 in mehreren Angriffswellen eine der ehrwürdigsten und schönsten Städte der Welt, wovon sie sich nie wieder erholen sollte. Die Bomberflotten der Amerikaner, die laut Geschichtsbüchern der Bundesrepublik Deutschland den Befehl hatten kriegswichtige Fabriken anzugreifen, schickten ihre Begleitmaschinen durch brennende Gassen und schossen vom Rotkreuz gekennzeichnete Lazarette, gekennzeichnete Straßenbahnen und Feuerwehrfahrzeuge in Brand. Dresdens Hauptbahnhof war Sammelstelle der mit dem Zug ankommenden Flüchtlinge aus dem ganzen Reichsgebiet. Jäger schickten Zielkoordinaten an Bomber, um Massenansammlungen von Zivilisten in Asche zu brennen. Ganze Jägerstaffeln kreisten an den Elbbrücken, der Brühlschen Terrasse oder am Neumarkt um Flüchtlinge, die dachten am Elbufer sicher vor den Bombern zu sein, zu jagen.

Eine kurze, beinahe peinlich wirkende Pause entsteht, bis die Lehrerin die unausweichliche Frage nach den Todesopfern des 13.02.1945 stellt. Die Schülerin fasst sich ein Herz, antwortet wahrheitsgemäß. Genau könne sie das nicht mit Bestimmtheit sagen, da die Opferzahlen bis heute umstritten sind. Die Opferzahlen von 35.000 oder gar 30.000, die in der Presse überall zu lesen sind, hält sie für weit untertrieben, da es zu jenem Zeitpunkt hunderttausende von Flüchtlingen in der Stadt gab. Eine Zahl von mehr als 100.000 Opfern hielte sie für realistisch. Röte steigt der Lehrerin ins Gesicht, sieht sie doch ihren Bildungsauftrag, die in ihre Obhut übergebenen Schüler zu guten Demokraten zu erziehen, gefährdet. Mit dem Hinweis sich eingehender mit der Kriegsschuldfrage und der Rolle der Befreier zu beschäftigen und ihren von Halbwahrheiten und Legenden gespickten, kriegsverherrlichenden Vortrag das nächste Mal besser auszuarbeiten, erteilt sie der Schülerin einen – wenn auch nur mündlichen – Verweis.

Viele junge Leute wissen, bis auf den Schulunterricht (wenn überhaupt), nur sehr wenig bis gar nichts über den 13.02.1945. Gegenüber der Erlebnisgeneration und den Millionen Opfern unseres Volkes im letzten Krieg eine beschämende Tatsache. Wer hat den Krieg denn angefangen? Das mit den Tieffliegern ist doch von den Deutschen erfunden um die Opferrolle zu propagieren! Das sind die Methoden der Umerziehung unseres Volkes. Die Lehrerin, die schweigend in Kauf nimmt wenn Schüler makabere Witze über den Inhalt dieses Vortrages reißen, gleichzeitig aber diejenigen zwanghaft zu disziplinieren versucht, welche die Befreier Mörder nennen ist dabei nur ein Teil des Problems. Die Schülerin hat zumindest erreicht, dass sich einige nach den Fakten ihres Vortrages erkundigten und nun vielleicht anfangen sich mit der Geschichte der Stadt Dresden und ihres Schicksals auseinander zu setzen.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Aktionsbündnis gdV: Aktionswoche 13.Februar – was kannst DU tun?!

Nur noch wenige Wochen, bis zum vierten Mal der Startschuss für die bundesweite „Aktionswoche 13.Februar“ fällt. Immer wieder erreichen uns Zuschriften mit Anfragen zur Unterstützerliste und gleichzeitig auch, in welcher Form man die Arbeit des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ denn überhaupt unterstützen kann. Da wir stets darum bemüht sind unserem eigenen Anspruch gerecht zu werden auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema 13.Februar hinzuwirken, werden auf der Unterstützerliste vorrangig diejenigen Aktionsgruppen, Verbände usw. veröffentlicht, welche sich auch tatsächlich an der „Aktionswoche 13.Februar“ beteiligen oder sonst in irgendeiner Art und Weise unsere Arbeit unterstützen. Sei es durch die Bereitstellung verschiedener Materialien oder auch durch Geld- und Sachspenden. Doch was kann jeder Einzelne, was kannst DU tun?

Deine Pflicht beginnt bereits da, wo der Umerziehungsapparat der Demokraten beginnt zu wirken. Sei es am Arbeitsplatz, wo in den Pausen über den „braunen Spuk“ in Dresden und die angeblich genau daraus resultierenden Ausschreitungen debattiert wird. Sei es in der Schule, wo die Zerstörung deutscher Städte – wenn überhaupt – nur noch eine Notiz am Rande im Lehrplan ist und viele Heranwachsende und Jugendliche überhaupt nicht mehr wissen welches Schicksal sich am 13.Februar 1945 in Dresden abspielte. Misch Dich ein, kläre auf! Lade die verschiedenen Themenflugblätter herunter, vervielfältige und verteile sie in der Fußgängerzone, unter Freunden, Bekannten und in der Familie. Organisiere gemeinsam mit Freunden kreative Aktionen, haltet Mahnwachen ab, sprecht mit Zeitzeugen, veranstaltet interne Zusammenkünfte um Euch selbst mit der Geschichte Dresdens auseinander zu setzen. Denn auch nach innen muss die Erinnerung wach gehalten und der Sinn für die Ereignisse, damals wie heute, geschärft werden. Zu allen durchgeführten Aktionen im Rahmen der Aktionswoche, gehört auch untrennbar eine entsprechende Nachbereitung. Auch hier gilt es tatkräftige Unterstützung zu leisten, denn wir sind bemüht sämtliche Veranstaltungen zu dokumentieren. Deshalb sendet uns zeitnah Eure Beiträge und Aktionsberichte zu, damit wir diese möglichst aktuell auf unserer Netzseite dokumentieren können. Bringe Dich ein in unserem Einsatz für eine Rückkehr zu einer gesunden Gedenkkultur, wie sie in Dresden seit 1998 Tradition ist. Unterstütze auch Du aktiv unsere Forderung nach einem Denkmal für die Toten von Dresden – Ihnen zur Ehre – uns zur Mahnung. Drei Jahre „Aktionswoche 13.Februar“ haben unter Beweis gestellt, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt sich einzubringen und damit selbst zur Wacherhaltung der Ereignisse beizutragen, gegen das Vergessen!

Eine weitere Möglichkeit der Mitarbeit bietet sich für diejenigen, welche schon vor der Großveranstaltung am Wochenende anreisen und in der Zeit vom 8. bis zum 14.Februar die Aktionswoche in Dresden direkt unterstützen wollen. Auf der gemeinsamen Netzseite der „Initiative“ und des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“, http://www.gedenkmarsch.de, findest Du weiteres Material wie DVDs, Aufkleber und auch das neue Unterstützer-Hemd. Bei Fragen zu Übernachtungsmöglichkeiten, Material und sonstigen Anliegen kontaktiert uns unter: dresden@gedenkmarsch.de.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen