Archiv der Kategorie: Nachrichten

NPD-Kundgebung am 17. Juni in Dresden im Rückblick

Es ist gegen 16.30 Uhr an diesem 17. Juni 2014. Bereits jetzt, anderthalb Stunden vor der von den Dresdner Nationaldemokraten angekündigten Kundgebung vor dem Haus der Presse, Sitz der Redaktionen von Sächsischer Zeitung und Dresdner Morgenpost, besetzen mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei den Postplatz. Kein Kranz, keine Blumen zieren in diesem Jahr die Panzerkette, das Mahnmal für die Opfer des 17. Juni 1953. In der Ostra-Allee, etwa auf Höhe der Niederlassung der SIB, des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, haben sich bereits etwa 80 bis 100 Jugendliche versammelt und warten, auf der angrenzenden Grünfläche lungernd, auf ihren Einsatz. Während ihre Einpeitscher gerade damit beschäftigt sind, ein Transparent am Lautsprecherfahrzeug zu befestigen, dröhnen Titel wie „Raven gegen Deutschland“ der Berliner Elektropunk-Band Egotronic über den Platz und unterstreichen die deutschfeindliche Gesinnung der finster und aggressiv dreinblickenden Gestalten. Ähnliche Bilder kurze Zeit später auch in der Maxstraße und am Ende der Ostra-Allee. Etwa 300 Gegendemonstranten, verteilt auf drei Kundgebungen sind es letztendlich, welche sich, wild gestikulierend, hinter den eng geparkten Einsatzwagen der Polizei die Seele aus dem Leib schreien und ihrer Erlebnisbefriedigung in Zeichen eines meist inhaltslosen Protestes frönen.

Unter ihnen etliche bekannte Gesichter. So bequemte sich eigens die Antifaschismus-Beauftragte der Linkspartei im Sächsischen Landtag, Kerstin Köditz, aus ihrem Landtagsbüro, um sich bei einer Tasse Kaffee auf der Außenterrasse des Restaurants Brunetti ein Bild von der Szenerie zu machen. Den Weg in die Reihen der nur wenige Meter entfernt versammelten NPD-Gegner, welche im späteren Verlauf noch Flaschen gegen die friedlichen Demonstranten vor dem Haus der Presse schleudern sollten, findet Sie jedoch nicht. Ebenfalls vor Ort ist der bekannte MLPD-Kritiker Daniel Weigelt alias Josef A. Preiselbauer. Der heute in Bayern lebende, umtriebige Aktivist und Betreiber mehrerer einschlägiger Netzseiten, wie dem mittlerweile stillgelegten roten Blog woschod, sozialistische-gedenkstaetten oder der Seite stalinwerke, trat wie schon bei etlichen anderen Veranstaltungen als Fotojournalist in Erscheinung. Unter seine Fittiche genommen hatte Weigelt an diesem Tag offensichtlich den zum Möchtegern-Antifafotografen avancierten Marcus Fischer aus Bobritzsch bei Freiberg. Fischer, ehedem Wortführer der so genannten „AG Germania“ und ehemaliger Betreiber einer gleichnamigen Netzpräsenz, wie schon das Antifa Infoportal Freiberg in einem Beitrag vom 22.07.2010 unter dem Titel „Autonom und National“ zu berichten wusste, hat mittlerweile in antifaschistischen Kreisen seine geistige Heimat gefunden. Ansonsten setzte sich die Unterstützerschaft hauptsächlich aus Mitgliedern der undogmatischen radikalen Antifa Dresden, einer Abspaltung der Raddix-Gruppe aus dem ehemaligen Umfeld des AZ-Conni und deren Sympathisanten, sowie dem Dunstkreis der Dresdner Punkszene zusammen. Auch die Vertreter des im Zuge des 6. Tages der deutschen Zukunft ins Leben gerufenen Forum gegen Rechts sind vor Ort.

Kurz vor 18.00 Uhr erreicht der Großteil der Kundgebungsteilnehmer, von der Polizei vom Sächsischen Landtag aus begleitet, den Platz vor dem Haus der Presse. NPD- und schwarz-rot-goldene Fahnen wehen über den Köpfen. Eine kleinere Gruppe, welche sich zuvor den Weg durch die Protestkundgebungen gebahnt hatte, kommt noch hinzu. So sind es am Ende ziemlich genau 100 Menschen, welche der Kreisvorsitzende Jens Baur zur Eröffnung der Kundgebung begrüßen kann. Der Parteivorsitzende Udo Pastörs, welcher kurz zuvor noch zu den Teilnehmern gestoßen war, schüttelt viele Hände und wird auch seinerseits recht herzlich von vielen der Anwesenden persönlich begrüßt. Als erster Redner zieht der sächsische Landesvorsitzende der NPD, Holger Szymanski, einen historischen Rückblick auf die Ereignisse von 1953, um dann mit überraschender Offenheit eben jene Schreibtischtäter – vor allem der Sächsischen Zeitung – beim Namen zu nennen, welche bereits vor der so genannten „Wende“ 1989 als Redakteure beim Sprachrohr der SED-Bezirksleitung Dienst taten und es bis heute tun. Maik Scheffler, Szymanskis Stellvertreter in der Landespartei, zeichnet noch einmal ein Bild von der während des vergangenen Wahlkampfes gegen Kandidaten der Partei in Leipzig und Umland gerichteten Anschlagserie krimineller Antifaschisten, in deren Zuge es zu erheblichen Sach- und Personenschäden gekommen war. Der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz, ehemals Major der Deutschen Volkspolizei, sieht indes offensichtlich keinen Handlungsbedarf in dieser Angelegenheit. Zuletzt richtet sich der Parteivorsitzende mit einer gewohnt mitreißenden Rede an die Zuhörer. Er widerlegt dabei nicht nur Wort für Wort das am Haus der Presse angebrachte Transparent, auf welchem in großen Lettern Attribute wie „mutig“, „gastfreundlich“, „tolerant“ oder „bunt“ abgedruckt sind, sondern entkräftet auch eindrucksvoll den oft gegen die nationale Opposition vorgebrachten Einwand des Rassismus und der Menschenfeindlichkeit. Kurz darauf wird die Kundgebung beendet.

Während die Teilnehmer sich nun, ebenfalls wieder in Begleitung der Polizei, auf den Weg zurück zum Landtag machen, nehmen die Gegendemonstranten die Gruppe in die Zange. Die Polizei hat zunächst alle Mühe, die mit Knüppeln und anderen Schlagwerkzeugen bewaffneten Kriminellen in Schach zu halten. Nachdem es den Gewalttätern gelang, eine kleinere Gruppe von Kundgebungsteilnehmern am Landtag einzukreisen, werden diese nach einigen Diskussionen zur Sicherheit in den Landtag geführt, bis die Situation bereinigt und ein sicherer Abzug gewährleistet ist. Was für über die Jahre hart geprüfte Nationalisten nicht mehr sein kann als eine kleine Unannehmlichkeit, wird sich in den folgenden Tagen für die Demokraten noch zu einem handfesten Skandal auswachsen. Den Tränen nahe empört sich SPD-Landeschef Martin Dulig in Presse und Rundfunk, dass die „Feinde der Demokratie“ Unterschlupf im „Haus der Demokratie“ gefunden hätten. „Skandal, Skandal“ stimmen auch die kriminellen Antifaschisten mit ein, welche sich ein weiteres Mal in der Opferrolle gefallen, nachdem sie in Anbetracht ihrer aggressiven Drohgebärden von der Polizei in die Schranken gewiesen wurden.

Rückblickend betrachtet kann die in der sächsischen Landeshauptstadt facettenreich vertretene deutsche Widerstandsbewegung nach ihren Aktivitäten rund um den 12. und 13. Februar dieses Jahres und dem 6. Tag der deutschen Zukunft vor gut zwei Wochen wohl auch die Kundgebung der Dresdner Nationaldemokraten anlässlich des 17. Juni 1953 als Erfolg für sich verbuchen. Angesichts der Veranstaltungen der vergangenen Jahre bewegten sich nicht nur die ziemlich genau 100 Teilnehmer im Rahmen des zu Erwartenden, sondern auch der Ort der Kundgebung sowie die gehaltenen Redebeiträge erfüllten in vollem Umfang das, was man sich Seitens der Organisatoren für die diesjährige Veranstaltung zum Ziel gesetzt hatte. Die vermeintlichen Störungen während der Kundgebung und die im Nachgang herbeifabulierte Blockade einer „möglichen spontanen Demonstration“ spiegeln einmal mehr die Ohnmacht antifaschistischer Protestkultur wider, welche nach dem Überschreiten des Zenits vor allem in den Jahren 2010-13 an ihre Grenzen zu stoßen scheint. Erst am 7. Juni endete der Versuch, die Demonstration anlässlich des 6. Tages der deutschen Zukunft zu verhindern in einem Desaster für die Organisatoren des Forum gegen Rechts um den Jugendsekretär der ver.di-Jugend in den Kreisen Chemnitz-Erzgebirge und Vogtland-Zwickau, Jakob Gilles. Dieser sprach bezeichnender Weise im Vorfeld der NPD-Kundgebung in einem Interview mit dem von der Radioinitiative Dresden e.V betriebenen freien Dresdner Radiosender coloRadio sinngemäß von „irgend so einer Art Aufstand“, welcher sich am 17. Juni 1953 ereignet haben soll. Für Protagonisten wie Gilles oder auch den Linkspolitiker Silvio Lang vom Bündnis Dresden Nazifrei, der nicht nur aufgrund schlecht koordinierter Blockadeversuche beim erfolgreichen Gedenkmarsch des Aktionsbündnis gegen das Vergessen am 12. Februar dieses Jahres, sondern auch wegen seinem Kuschelkurs mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz und deren Arbeitsgemeinschaft 13. Februar beim eigenen Anhang hart in der Kritik steht, ist dies also ein weiterer Misserfolg binnen weniger Monate. Denn der immer wieder bekräftigte Vorsatz, Aufmärsche und andere Aktionen der nationalen Opposition verhindern zu wollen, konnte in keinem der Fälle auch nur im Ansatz verwirklicht werden.

Nachgereicht: Demonstration in Usti nad Labem am 1. Mai 2014

Eine Demonstration der Delnicka strana socialní spravedlnosti (DSSS), der Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit, fand am 1. Mai in Aussig an der Elbe, dem heutigen Usti nad Labem (Aussig) in der Tschechischem Republik statt. Gemeinsam organisiert mit der Jugendorganisation der Partei, Dělnická mládež (DM), der Arbeiterjugend stand die Veranstaltung unter dem Motto „Die Zukunft der tschechischen Krone – Nein zum Euro!“. Nach Angaben der Veranstalter nahmen bis zu 400 Personen an der Aktion teil, welche erneut unter dem Zeichen massiver Repressionsmaßnahmen, aber leider auch dem negativen Auftreten eines Teils der Teilnehmer stand.

Der Treffpunkt befand sich auf dem Friedensplatz im Zentrum der Stadt. Bereits in großem Umkreis, aber auch in der Stadt selbst wurden Fahrzeuge anreisender Teilnehmer einer gründlichen, oft mehrmaligen Kontrolle unterzogen. Zudem wurde, Berichten der DSSS zufolge, die Nutzung einer kleinen Rednerbühne sowie des Lautsprecherwagens untersagt, Fahnen und verschiedene andere Kundgebungsmittel wurden beschlagnahmt. Auch der Zugang zum Treffpunkt wurde durch eine Absperrung der Polizei abgeriegelt. Tschechische und deutsche Beamte fotografierten hier sämtliche Teilnehmer und Ausweispapiere.

Mit etwas Verspätung wurde die Veranstaltung eröffnet. Im Gegensatz zu Demonstrationen in der BRD hatten hier jedoch Bürger und Passanten jederzeit die Möglichkeit den Platz zu betreten und den Redebeiträgen der verschiedenen Sprecher ihr Interesse zu widmen. Zunächst richtete der erste Vorsitzende der Partei, Tomáš Vandas, das Wort an die Teilnehmer. Weitere Redebeiträge folgten von Frederico Mattioni, einem Vertreter des Blocco Studentesco aus Italien, Erik Lamprecht, dem Vorsitzenden der Jugendorganisation der Partei, sowie dem Landesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten in Sachsen, Paul Rzehaczek.

Anschließend setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Doch bereits bei den ersten Anzeichen von Gegendemonstranten, welche in deutliche geringerer Zahl, löste sich praktisch die gesamte Formation auf, Böller flogen, politische Parolen wichen geistlosem Gegröle. Es steht uns nicht zu, von außen über die Ereignisse zu urteilen oder diese öffentlich zu analysieren. Jedoch setzte sich bereits wenige Tage später das freie Nachrichtenportal svobodnyodpor.info in einem kritischen Kommentar mit den negativen Folgen solcher Verhaltensweisen auf die Außenwirkung politischer Aktionen auseinander – eine Einschätzung, welche wir durchweg teilen. Nach einer Verkürzung der Wegstrecke endete die Demonstration wieder auf dem Friedensplatz.

Die nach dem Verbot der Delnicka strana (DS) am 17. Februar 2010 hervorgegangene DSSS streitet derzeit vor Gericht um die Wiederzulassung des alten Parteinamens sowie ihrer Symbole. Beobachter gehen jedoch von einem aussichtslosen Unterfangen aus. Erst am 22. Mai wies ein Prager Gericht einen entsprechenden Antrag zurück. Bei der zurückliegenden Europawahl vom vergangenen Wochenende musste die Partei Verluste in Kauf nehmen.

Den Stürmen zum Trotz – JN Sachsen demonstrierten in Leipzig

Trotz Dauerregens versammelten sich am Sonntag rund 200 Deutsche in Leipzig-Lindenau. Anlass waren die Übergriffe auf die NPD-Stadtratskandidaten in den letzten Wochen. Bisherige Bilanz: 5 abgebrannte Autos, 2 entglaste Autos, 7 Anschläge auf Wohnungen und 2 körperliche Übergriffe.

Deshalb meldeten die Jungen Nationaldemokraten eine Demonstration unter dem Motto: „Linken Straßenterror stoppen! Medien-Verharmlosung und Polizei-Untätigkeit beenden!“ an. Wir wollten damit ein Zeichen der Solidarität setzen und die Schweigespirale der Medien durchbrechen. Beides haben wir geschafft.

Aber auch an diesem Sonntag haben die Antifabanden wieder gezeigt wozu sie fähig sind. Brennende Barrikaden, Stein- und Flaschenwürfe und ein Molotowcocktail, welcher in den Demonstrationszug geschleudert werden sollte, aber zum Glück zündete der Kriminelle nur seinen eigenen Keller damit an. Die Anwohner in Leipzig-Lindenau konnten sich ein deutliches Bild davon machen, wer für Chaos, Gewalt und Brandschatzungen steht und wer friedlich seine Meinung äußert und Solidarität mit den Anschlagsopfern der letzten Zeit ausübt.

Durch die Reden von NPD-Sachsen-Vize Maik Scheffler, JN-Aktivist Alexander Kurth, den Landesvorsitzenden der JN Brandenburg und dem Leipziger Stadtratskandidaten Enrico Böhm füllte man die Demonstration mit Inhalt.

Die geplante Route konnte zwar nicht gelaufen werden, aber dennoch wurde erstmalig seit 2008 wieder eine Demonstration der nationalen Opposition zu Ende gebracht. Dies war nur möglich durch die beeindruckende Entschlossenheit unserer Versammlungsteilnehmer und durch das konsequente Durchgreifen der Polizei. Der 18. Mai 2014 war der Tag der Leipziger Nationalen und ein Tag der Solidarität mit den Opfern linker Gewalt.

Hoch die NATIONALE SOLIDARITÄT!

JN Leipzig

Alle Infos zur Demonstration in Leipzig hier.

Sächsische Justiz entlarvt Aussteiger Christoph Sorge als Lügner

Man hätte diesen Beitrag auch getrost mit „Christoph Sorge – Der Ausstieg Teil IV“ oder „Christoph und die Arier“ überschreiben können, jedoch trifft die gewählte Formulierung wohl am ehesten den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Denn mit ihrer Verfügung vom 15.05.2014 bestätigt die Dresdner Staatsanwaltschaft genau das, was Außenstehende oft schon erahnen, ehemalige – im weitesten Sinne des Wortes – „Wegbegleiter“ aber längst wissen: Die Horrormärchen so genannter Aussteiger aus der politischen Rechten sind nichts weiter als die kranken Hirngespinnste einer arbeitsscheuen und geldgeilen Clique, einzig erdacht um sich selbst eine vermeintliche Berechtigung an den Futtertrögen des Systems und damit gleichzeitig den eigenen Lebensunterhalt zu erschwindeln.

Was war geschehen?

Am 6. März des vergangenen Jahres präsentiert sich Christoph Sorge unter Verwendung des Pseudonyms „Robert“ erstmalig in der Süddeutschen Zeitung als „Aussteiger aus der rechten Szene in Dresden“. Kurz darauf folgte ein Interview mit dem Radiosender MDR-Jump. Immer obskurere Geschichten entspann der vermeintliche Ex-Nazi vor dem geistigen Auge der Leser bzw. Zuhörer. Im zarten Alter von 9 Jahren sei er durch sein persönliches Umfeld in die rechtsextreme Szene getrieben worden. Der große Bruder eines Sandkastenfreundes habe den in Cossebaude bei Dresden aufgewachsenen Chris nach eigener Aussage das Lesen und Schreiben beigebracht. Seine Eltern unterdessen, merkten bei all ihrer Schichtarbeit freilich nichts vom Abdriften ihres Sohnes in das Milieu obskurer Gestalten und wurden auch dann nicht aufmerksam, als Chris bereits in der dritten Klasse große Schwierigkeiten hatte.

Es folgten weitere Auftritte. So unter anderem in der Online-Ausgabe des Spiegel-Magazines vom 20.06.2013 unter dem Titel „Hass ohne Ende, Angst ohne Ende“, sowie im Fernsehbeitrag „Der Rausholer“ des Mitteldeutschen Rundfunks vom 27.06.2013. In beiden Machwerken bezichtigte Christoph Sorge, der mittlerweile auch die Decknamen „Martin“ und „Max“ nutzte, sich schwerer und schwerster Straftaten. Das Knacken eines Genickes will er gehört haben – ein Geräusch, welches ihn seither nicht mehr loslässt, ist da zu lesen. Anspielungen auf ein Tötungsverbrechen? Dönerbuden will er angezündet, mit Waffen trainiert, Kinderschänder und Drogendealer zusammengeschlagen und letztere zum Konsum ihres „Stoffes“ gezwungen haben. Eine steile, vor allem aber schwerstkriminelle Karriere also, welche Chris in seiner 16 Jahre andauernden Zeit in der Neonazi-Szene eingeschlagen haben will.

Die Anzeige

Angesichts dieser schweren Vergehen, welche der Neonazi-Aussteiger begangen haben will, erstatteten mehrere besorgte Bürger Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Denn was Recht ist, muss Recht bleiben – auch wenn Christoph Sorge sich nun geläutert gibt. Kurz nach Bekanntwerden der anstehenden Ermittlungen ist Sorges neue Unterkunft im gelben Backsteinhaus an der Bergstraße 9 am idyllischen Stadtrand der großen Kreisstadt Freital verwaist.

Heute nun wurde bekannt, dass die Dresdner Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 15.05.2014 eben jenes Ermittlungsverfahren nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt hat. In der Begründung führt sie dazu wörtlich aus, dass:

„keinerlei Beweise dafür ermittelt werden können, dass die von dem Beschuldigten (Christoph Sorge, Anm. d. Verf.), selbst oder den mit dem Sachverhalt befassten Journalisten geschilderten Handlungen tatsächlich stattgefunden haben.“ und weiter: „Auch eine bundesweite Erkenntnisanfrage zu den behaupteten Straftaten mit Sachverhaltsschilderung wie aus dem Beitrag bekannt, ergab keine Übereinstimmungen mit bekannten und gegebenenfalls nicht geklärten Körperverletzungs- oder Tötungsdelikten.“

Alles erschwindelt und erlogen also womit Michael Ankele, Leiter des Aussteigerprojektes „ad acta“, seine vermeintlich schwere und gefährliche „Arbeit“ rechtfertigt und sich somit ein Auskommen auf Kosten der Gesellschaft ermöglicht. Dabei ist der beleibte Sozialarbeiter, der gern den netten Onkel von Nebenan mimt, selbst in der Landschaft von Anti-Rechts-Projekten und anderen staatlich finanzierten Programmen nicht unumstritten. „Distanzlosigkeit“, „mangelnde sozialpädagogische Fachlichkeit“, „geringe Bereitschaft zum Erfahrungsaustausch, zu Transparenz, zur Teamarbeit und insbesondere zur Selbstreflexion“ kritisierte unter anderem die „Demokratie AG Ostsachsen“ Ankele, der „Rechtsradikalismus als Event“ vermitteln soll. Nicht nur weil Ankele mittels Anwalt eine Unterlassung anstrebte, scheint die „Demokratie AG“ mit ihren Feststellungen genau richtig zu liegen. Dies hat nun auch die Dresdner Staatsanwaltschaft bestätigt.

Was weiter geschah

Erst in den vergangenen Wochen hatten Christoph Sorge und Michael Ankele wieder neue, teilweise gemeinsame Fernsehauftritte. Zeigte Sorge in Mo Asumangs zweifelhaftem Machwerk „Die Arier“, ausgestrahlt von dem in deutsch-französischer Kooperation betriebenen Rundfunkanbieter Arte noch Gesicht, musste er sich bei seinen Auftritten in den n-tv Dokumentationen „Rechtsextrem! – Deutschlands Neonaziszene“ sowie „Rechts und extrem: Das Netzwerk der Neonazis“ aufgrund angeblicher Morddrohungen mittels Retusche und Stimmverzerrung schützen. Beide Sendungen finden sich derzeit auch in der Mediathek des Senders einer gleichnamigen zur RTL Group gehörigen Nachrichtenfernsehen GmbH.

Das alles ist freilich genauso Blödsinn wie die Behauptung, Christoph Sorge wäre mehrere Male in Russland und der Ukraine gewesen und habe dort Kontakte zu gewaltbereiten Autonomen Nationalisten gepflegt und sei darüber hinaus ein ausgesprochener Kenner der osteuropäischen Rechten. Denn über einen Tagestrip kurz hinter die heutige deutsch-tschechische Grenze im Rahmen eines gemeinsamen sächsisch-böhmischen Kulturtages reichten Sorges Berührungspunkte mit ausländischen Aktivisten nie hinaus.

Auch hier wird zu prüfen sein, inwieweit das möglicherweise betrügerische Erschleichen etwaiger Fördergelder für Ankeles Projekt „ad acta“ unter Zuhilfenahme der bewussten Lügenkonstrukte von Christoph Sorge der Strafverfolgung zugeführt werden kann.

Was nach wie vor bleibt, sind die Erinnerungen an einen schwachen, innerlich zerrissenen Menschen ohne Charakter. Erinnerungen an einen Menschen, der von einer offensichtlichen Profilneurose getrieben, beständig versuchte sich in den Mittelpunkt zu drängen, jedoch von vorn herein zum Scheitern verurteilt war. Mit den Jahren werden die Erinnerungen an den hageren Rotschopf, der geschlagen mit einer schweren Lese-Rechtschreibschwäche in kürzester Zeit stets die dicksten Wälzer zu lesen vermochte und selbst im Hochsommer mit aus der Mode gekommener Bomberjacke durch die Innenstadt lief, verblassen. Vergessen aber, lieber Christoph, vergessen werden wir Dich sicher nicht.

Die ganze „Story“ hier:

„Ausstieg oder Suizid“ – Versager „Robert“ packt aus

Wenn aus „Robert“ „Martin“ wird – Das Horrormärchen des Christoph Sorge – Teil 2

Die Christoph Sorge Horrorshow – Des Ausstiegs dritter Akt

Linken Straßenterror stoppen! Medien-Verharmlosung und Polizei-Untätigkeit beenden!

DEMONSTRATION IN LEIPZIG!

Sie denken, wir stellen unseren Wahlkampf ein, wenn sie uns die Autos abfackeln? Sie meinen, wir verkriechen uns, weil sie unsere Fensterscheiben einschlagen? Sie erwarten einen Rückzug von der Verteilfront, indem sie uns auf offener Straße überfallen und zusammenschlagen?

FALSCH GEDACHT!

Die nationale Opposition in Leipzig weicht keinen Meter vor der Gewalt staatlich alimentierter und geschützter Gewalt zurück! Ihr agiert im Schutze der Dunkelheit und unter dem Schirm einer rot-roten Regierung der Linkspartei und SPD! – Wir stellen euch eine starke nationale und patriotische Gemeinschaft entgegen!

DESHALB!

Am Sonntag, den 18.05. RAUS AUF DIE STRAßE! Nationale Solidarität im Kampf um Leipzig! JN und Freie Kräfte rufen die Gemeinschaft zur Demonstration in Leipzig Lindenau. Treffpunkt 12:00 Lindenauer Markt, Beginn 13:00! Infos über die bekannten Kanäle.